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Wissenschaftler und Professor

Neues zu entdecken, mehr zu wissen, Zusammenhänge herzustellen und den Menschen zu vermitteln – das ist der Antrieb für viele Forscherinnen und Forscher. Meist haben sie ein ganz persönliches Lebensthema, das sie von jung an beschäftigt.

Das Leben von Menschen verändern und verbessern

„Forschung ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Am Anfang steht das ‚lernen wollen‘. Und das ist mehr als nur Neugierde: Lernen wollen bedeutet ein bewusstes strukturiertes Vorgehen auf der Basis der Einsicht in das eigene Nicht-Wissen. Je methodischer wir vorgehen, desto nachvollziehbarer und überprüfbarer wird unsere Arbeit. Ähnlich wie Künstler finden wir unsere eigenen Fragestellungen, die uns nachhaltig interessieren und an denen wir engagiert arbeiten. Warum wir uns für bestimmte Themen begeistern, hat oft ganz individuelle Gründe. Arbeiten in der Forschung funktioniert aber immer nur im Team. Nur gemeinsam kommt man weiter: Im Gespräch, im Dialog mit Nutzern, im Streitgespräch mit Kollegen, stets inspiriert durch Leit-Denker und Wissenschaftler aus anderen Bereichen. Das wichtigste ist, einen eigenen Denk- und Arbeitsstil zu entwickeln und sich kontinuierlich um Verbesserung zu bemühen“, meint Peter A. Bruck.

Brucks Lebensthema sind Medien und die technisch vermittelte Kommunikation. Als Professor für Neue Medien und eTechnologien hat Bruck im Bereich der Medien- und Kommunikationswissenschaften internationale Forschungsprogramme geleitet, die Europäische Kommission ebenso wie nationale Regierungen beraten, Referenzpublikationen in den Bereichen „Nachrichtenanalyse“ oder „Medienökonomie“ verfasst und Studierende betreut und gefördert.

Bruck hat europaweit anerkannte Forschungsinstitutionen und Hochschulen für Neue Medien und Technologien aufgebaut, sich nachhaltig für Best Practice Beispiele in der interaktiven, digitalen Medienproduktion engagiert und internationale Jurys und Expertengremien in China und Indien, Kuwait und den Arabischen Emiraten, Mexiko und Südafrika geleitet. Er hat Wissenschafts-, Technologie- und Innovations-Initiativen auf drei Kontinenten entwickelt und evaluiert. 2005 erhielt Bruck für seine herausragenden Verdienste um die österreichische Wissenschaft und internationale Forschung das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich.

„Mich zieht die Einzigartigkeit einer neuen Einsicht, einer neuen Lösung in den Bann. Mehr noch als die Grundlagenforschung interessiert mich die angewandte Forschung und Entwicklung. Mit meiner Arbeit will ich Zeugnis dafür ablegen, dass gerade der Bereich der Anwendungen besonders spannend ist. Und den ForscherInnen intellektuelle Spitzenleistungen abverlangt“, so Bruck, denn: „Kommunikation und die Entwicklung von Kommunikationstechnologien sind existenzielle Grundlagen für Gegenwart und Zukunft.“

Vom Privileg, der Neugierde folgen zu können

Als Wissenschaftler hat Bruck den Sprung von der abstrakten kritischen Analyse hin zur Entwicklung von konkreten Innovationen geschafft. Sein Motor: „Die Kommunikationswissenschaft und hier vor allem die Massenmedienforschung und die Mediensoziologie sind empirisch-analytische Wissenschaftsfelder, denen man sich auch mit kritischen Theorien oder einem ‚Cultural-Studies-Ansatz‘ nähern kann. Am Ende hat man viel Papier produziert und sicherlich auch vielen Studierenden neue Einsichten vermittelt. Man hat aber noch nicht viel konkret verändert. Das gelingt erst, wenn man zum Beispiel in die angewandte Informatik wechselt und neue Lösungen und Anwendungen entwickelt. Soziale Innovationen sind zäh und brauchen lange. Technische Innovationen lassen sich schneller bewerkstelligen. Das macht Freude“, so Bruck. Denn Ziel soll es sein, „dass junge Leute an der Gestaltung unserer Gesellschaft aktiv teilhaben können.“

„Die Gesellschaft braucht Lösungen aus der Forschung, die neu überlegt werden, denn: Forschung und Entwicklung sollen die Lebensqualität der Menschen verbessern“, ist Peter A. Bruck überzeugt: „Forscher haben dabei das Privileg, Tag für Tag in ihrer Arbeit ihrer Neugier folgen zu können. Das macht den Beruf des Wissenschaftlers so attraktiv!“

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